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Informationsveranstaltung über die Errichtung einer Holzhackschnitzelheizung für das Schulzentrum Regenstauf

    Informationsveranstaltung über die Errichtung einer Holzhackschnitzelheizung für das Schulzentrum Regenstauf

    Öffentliche Informationsveranstaltung des Marktes Regenstauf über die Errichtung einer Holzhackschnitzelheizung für das Schulzentrum Regenstauf

    Am Dienstag, 04.06.2024, konnte 1. Bürgermeister Josef Schindler rund 60 Personen aus der Bevölkerung, einige Mitglieder des Marktgemeinderates und einen Vertreter der Eckert Schulen in der Aula der Mittelschule Regenstauf zu einer Informationsveranstaltung begrüßen. Mit Unterstützung der Energieagentur Regensburg e.V. und dem Ingenieurbüro Paulus aus Zeitlarn unterrichteten der Markt Regenstauf und der Landkreis Regensburg über die Pläne zum Neubau einer Holzhackschnitzelheizung für das Schulzentrum Regenstauf.

    Bürgermeister Schindler stellte die aktuelle Wärmeversorgung des Schulzentrums dar. Die Haupt- und Grundlast wird über eine Holzhackschnitzelheizung gedeckt. Für die Spitzenlast sind zwei weitere Ölheizungen vorhanden. Im Sinne einer zukunftsfähigen und nachhaltigen Entwicklung werde nach einer Lösung auf Basis von 100% erneuerbaren Energien gesucht.  Geplant sei jetzt eine Holzhackschnitzelheizung, die die beiden Spitzenlastkessel ersetzt. Nach Fertigstellung dieser Heizung ist die Erneuerung der bestehenden Holzhackschnitzelheizung vorgesehen.

    Herr Dipl.-Ing. (FH) Stefan Paulus erläuterte das Verfahren zur Festlegung eines Standorts für die Heizung. Es sind insgesamt zehn Standorte bewertet worden. Wertungskriterien sind die Herstellungskosten, die Betriebskosten, die Zukunftssicherheit für das Schulzentrum und auch für eine kommunale Wärmeplanung, der Aufwand für die Erlangung einer Genehmigung nach öffentlich-rechtlichen Vorschriften und die direkte Nachbarbeeinfluss bzw. die Entfernung zu Wohnbereichen.

    Die beste Bewertung hat die Variante 10 auf dem Volksfestplatz (Skaterbahn) erhalten. Der Standort habe Höchstbewertungen bei den Punkten Genehmigungsaufwand, Entfernung zu Wohnbereichen und Zukunftsfähigkeit erhalten. Der Standort bietet ausreichend Platz für Erweiterungen z.B. für die Wärmeversorgung benachbarter Wohnhausgrundstücke und die nächst gelegene Wohnbebauung ist ca. 160 Meter entfernt. Dem stehen höhere Herstellungskosten für die Versorgung des Schulzentrums und höhere Betriebskosten z.B. wegen der Länge der Versorgungsleitungen gegenüber.

    Die Anlage soll zunächst für die Wärmeversorgung des Schulzentrums Regenstauf bestehend aus Grundschule, Mittelschule, Realschule und sonderpädagogisches Förderzentrum errichtet werden. Gleichzeitig ist geplant, im ersten Schritt die Wohnhäuser in der Schlesierstraße und in der Böhmerwaldstraße anzuschließen.

    Herr M. Eng. Anton Dechant der Energieagentur Regensburg e.V. bekräftigte den Plan des Marktes Regenstauf zum Ausbau des Wärmenetzes. Bis zum Jahr 2045 müsse die Wärmeversorgung sukzessive auf erneuerbare Energieträger umgestellt werden. Die Nachfrage nach einem Anschluss an ein Wärmenetz werde vor allem in dichtbesiedelten Gebieten groß sein. Daher sei jetzt genau der richtige Zeitpunkt, um diese Überlegungen in die kommunale Wärmeplanung einzubeziehen und mit der Errichtung eines Wärmenetzes zu beginnen. Die gegebenen Bedingungen hinsichtlich des Standortes und der Bebauungsdichte zusammen mit dem Schulzentrum als Hauptwärmeverbraucher seien optimale Voraussetzungen für den wirtschaftlichen Betrieb eines Wärmenetzes.

    Bürgermeister Schindler unterrichtete die Anwesenden davon, dass sich der Bau-, Umwelt- und Verkehrsausschuss in der Sitzung am 28.05.2024 die Planungen beraten hat und dem Marktgemeinderat dem Standortvorschlag Volksfestplatz und der Errichtung eines Wärmenetzes zustimmen. Die Entscheidung des Marktgemeinderates ist für die Sitzung am 11.06.2024 geplant. Anschließend wird das Interesse der Grundstückseigentümer aus der Böhmerwaldstraße und der Schlesierstraße am Anschluss an das Wärmeversorgungsnetz abgefragt.

    Ein weiterer Schritt ist der Start eines Verfahrens zur Vergabe von Planungsaufträgen. Ein kompletter Planungsentwurf mit einer Berechnung der Herstellungskosten soll bis Mitte des Jahres 2025 vorliegen. Etwa zu diesem Zeitpunkt kann potentiellen Wärmekunden ein Wärmepreis genannt werden. Die Inbetriebnahme der Heizung kann voraussichtlich erst im Jahr 2026 erfolgen.

    Auf eine Frage nach den Anschlusskosten für die Grundstückseigentümer und einer eventuellen Kostensteigerung machte Bürgermeister Schindler deutlich, dass im Schulzentrum große Wärmeabnehmer vorhanden seien und diese einen wesentlichen Teil der anfallenden Kosten tragen werden.

    Bürgermeister Schindler versprach auf Nachfrage weiterhin, dass der Markt Regenstauf weitere Ausbauabschritte prüfen werde. Diese werde aber von der Zahl der Interessenten und damit verbunden von der Wirtschaftlichkeit abhängen. Herr Paulus ergänzte, dass gerade wegen der Erweiterungsmöglichkeiten der Standort Volksfestplatz favorisiert werde.

    Es schloss sich eine rege Diskussion an, bei der zahlreiche weitere Fragen der anwesenden Personen beantwortet wurden.

     

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