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Neue Stromaggregate für den Notfall

  • Aus dem Rathaus

Im Notfall sollen Generatoren die Stromversorgung sichern Was tun, wenn der Strom ausfällt und nichts mehr geht, kein Licht, keine Heizung, kein Telefon?

Gerade im Regental oder auch in Karlstein können Regenstaufer Bürger davon berichten, wie es ist, wenn infolge von Sturm oder Schneebruch Stromleitungen beschädigt werden und der Strom auch mal mehrere Tag weg ist. Damit es im Fall der Fälle in jedem Ortsteil künftig einen Anlaufpunkt gibt, wo man sich aufwärmen, ein Handy laden oder auch eine Babymahlzeit aufwärmen kann, investiert Regenstauf in große und kleinere Stromgeneratoren. Mit Diesel oder Benzin betrieben sollen sie dafür sorgen, dass Feuerwehrhäuser, Mehrzweckhallen oder auch das Rathaus sogenannte „Lichtpunkte“ für die Bürger sein können.

Bestandteil in Feuerwehrfahrzeugen
Bereits vergangenes Jahr bestellte die Marktgemeinde bei der Firma Endress Power Generators zwei große Stromerzeuger mit einer Leistung von 110 Kilovolt Ampere (kVA). Diese wurden jetzt ausgeliefert. Betankt mit 200 Liter Diesel würde die Leistung eines dieser Generatoren ausreichen, das Regenstaufer Rathaus für zwölf Stunden mit Strom zu versorgen.
Die kleineren Generatoren sind Bestandteil der neuen Feuerwehrfahrzeuge, die die Marktgemeinde bereits angeschafft (Karlstein, Ramspau und Steinsberg) oder in Auftrag gegeben hat (Regenstauf und Diesenbach). Insgesamt wird der Markt damit künftig über zwei große und sechs kleinere Stromgeneratoren (14 kVA) verfügen. Gerade die kleineren Generatoren in den Feuerwehrautos können problemlos jeweils dort bereitgestellt werden, wo sie gebraucht werden.
Die jetzt gelieferten großen Generatoren der Firma Endress kosten jeweils 35 000 Euro. Die kleineren Stromerzeuger der Firma Rosenbauer in den Feuerwehrfahrzeugen kosten je 13 000 Euro. Für die Betankung der Stromerzeuger während eines Einsatzes investiert die Marktgemeinde in zwei mobile Tankstellen, eine für Diesel und eine für Benzin, die gemeinsam mit 12 000 Euro zu Buche schlagen.
Der Eigenbetrieb Wasserwerk der Marktgemeinde verfügt darüber hinaus über zwei weitere große Generatoren. Damit ist sichergestellt, dass die Hochbehälter, von denen aus das Wasser in die Wasserleitungen fließt, auch bei Stromausfall in einem der Pumpwerke mit Wasser befüllt werden können.

Für Bürgermeister Josef Schindler bedeutet die Anschaffung der neuen Generatoren in erster Linie mehr Sicherheit für die Bürger bei längeren Stromausfällen. Auch die Seniorenheime im Markt könnten so im Notfall zumindest für einen Übergangszeitraum versorgt werden.

Wärme von Pelletheizung
Zusätzlich, sagte der Bürgermeister, helfe es bei potenziellen Stromausfällen, dass öffentliche Gebäude in der Marktgemeinde nach und nach auf regenerative Energien wie Pelletheizungen umgestellt werden oder es bereits sind. Damit sei dort die Wärmeversorgung gesichert. Ein Probelauf der Feuerwehr Ramspau habe gezeigt, dass die dortige Mehrzweckhalle mit dem Stromerzeuger aus dem neuen Feuerwehrfahrzeug ausreichend mit Strom versorgt werden könne. Eine Voraussetzung dafür sei die Reduzierung des Stromverbrauchs im Gebäude, etwa durch den Einbau von LED-Lampen.
In der neuen Einfachturnhalle des Markts in der Pestalozzistraße ist der Anschluss für eine Stromeinspeisung vorbereitet. Bei der neuen Dreifachturnhalle, die der Landkreis aktuell am Schulzentrum baut, ist ein Anschluss für eine externe Stromversorgung bei veranschlagten Baukosten in Höhe von 20 Millionen Euro nicht vorgesehen. Die dafür zusätzlich anfallenden Kosten in Höhe von 12 000 Euro übernehme der Markt selbst, sagt der Bürgermeister.

Nach Anlieferung der großen Stromerzeuger am Regenstaufer Bauhof gab es dort eine Einweisung für die Hausmeister, die bei der Marktgemeinde beschäftigt sind. Die Nutzung, sagte Benjamin Wier von Endress Power Generators, sei so einfach wie möglich angelegt. Allerdings dürfen die Generatoren nicht von Elektro-Laien angeschlossen werden. Dies muss über eine so genannte Elektro-Fachkraft erfolgen. Elektro-Fachkraft, erläuterte der Bürgermeister bei dem Ortstermin im Bauhof, bedeute aber nicht, dass jemand eine abgeschlossene Berufsausbildung im Elektrikerhandwerk haben müsse. Zur Elektro-Fachkraft könne man sich in einem mehrtägigen Lehrgang qualifizieren. Er plädierte dafür, dass möglichst viele Mitarbeiter im Gebäudemanagement nach und nach diesen Lehrgang durchlaufen sollen.

Fortschritt beim Katastrophenschutz
Die großen Generatoren mit einem Gewicht von 1300 Kilogramm werden im Bauhof gelagert. Statt einem regelmäßigen Probelauf, sagte der Bürgermeister, böte sich deren Einsatz auch bei größeren Festen der Marktgemeinde selbst oder auch bei Vereinsfesten an. Er selbst freute sich nach der Anschaffung über mehr Sicherheit für die Regenstaufer Bürger. Laut Bürgermeister Josef Schindler ruft Pettendorfs Bürgermeister Eduard Obermeier in seiner Funktion als Kreisvorsitzender des Bayerischen Gemeindetags im Landkreis Regensburg immer wieder mal in den Rathäusern im Landkreis an, um sich nach den jeweiligen Maßnahmen im Bereich Katastrophenschutz und Vorsorge zu erkundigen. Auch bei diesen Telefonaten kann Bürgermeister Josef Schindler jetzt über die entsprechenden Fortschritte in der Marktgemeinde berichten. 

(Text / Fotos: S. Norgall / Markt Regenstauf)

S. Norgall, Markt Regenstauf Für die Einführung in die neuen Strom-Generatoren war für die Beschäftigten des Marktes, die damit zu tun haben, ein Info-Termin im Bauhof angesetzt.
S. Norgall, Markt Regenstauf Engagiert wurde im Regenstaufer Bauhof mit Bürgermeister Josef Schindler (Mitte) und Benjamin Wier von der Firma Endress Power Generators (rechts) darüber diskutiert, wie der Einsatz der neuen Strom-Generatoren erfolgen kann.
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