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Zwischen Regen und Adda – Regenstauf und Casirate verbunden

  • Aus dem Rathaus

Casirate d‘Adda ist eine Kommune nahe dem Fluss Adda in der norditalienischen Provinz Bergamo mit rund 4200 Einwohnern. Der Ort ist am Rande der Südalpen und am Beginn der Pianura, der Po-Ebene, gelegen, 27 km südwestlich von Bergamo und 41 km östlich des Zentrums von Mailand. Am 18. November 2025 hat der Marktgemeinderat einer Städtepartnerschaft mit Casirate zugestimmt. Kurz darauf, am 5. Dezember, setzten Bürgermeister Josef Schindler und sein Kollege aus Casirate, Mario Donadoni, im Sitzungssaal des Marktes Regenstauf ihre Unterschrift auf den Partnerschaftsvertrag. Dieser ist nichts weiter als die logische Konsequenz aus kultureller Zusammenarbeit, Freundschaften und offiziellen Begegnungen unterschiedlicher Art und auf diversen Ebenen über inzwischen 25 Jahre hinweg.

Diese Entwicklung nahm ihren Anfang, als der in Casirate geborene Regensburger Kunstmaler und Alpino Angelo Travi sich dem Regenstaufer Kulturverein KuKuMu anschloss. In Zusammenarbeit zwischen ihm, dem KuKuMu-Vorsitzenden Georg Gahr, dem Architekten Vittorio Pagetti, dessen Kunstverein „Artisti Casiratesi“ und den ebenfalls in Casirate geborenen und teils lebenden Brüdern Angelo Travis, nämlich Franco, Stefano und Luigi, erlebte das Kulturhaus einen regelrechten Boom italienischer Malkunst bis etwa 2010. Hinzu kam 2007 unter Bürgermeister Dagobert Knott der Abschluss einer dreijährigen Flusspartnerschaft mit dem Parco Adda Nord, an dem Casirate Teilnehmergemeinde ist. Franco Travi schuf zu dieser Zeit eine Skulptur von Kaiser Heinrich II. für den Ortsteil Ramspau. Ab 2011 begann in Regenstauf, insbesondere gefördert von Bürgermeister Siegfried Böhringer, das Jahrzehnt der Gruppo Alpini di Casirate, einer zivilen Alpini-Vereinigung, die sich bevorzugt um soziale Aufgaben kümmert. Sie sind mit ihrem gerösteten Kastanienangebot auf dem Regenstaufer Weihnachtsmarkt inzwischen zu einer festen Institution geworden. Ebenso regelmäßig besucht seit 2021 die Gruppe „Casirate in Vespa“ Regenstauf, die bisweilen sogar die gesamte Strecke von rund 700 km bis Regenstauf auf der Vespa zurücklegt.

 Da auch die Besuchsfrequenz von Regenstauf nach Casirate seit 2023 zunahm, kamen Bürgermeister Josef Schindler, die Marktverwaltung und der Marktgemeinderat zu der Überzeugung, dass der Abschluss einer Städtepartnerschaft gerechtfertigt sei und auch die Beschaffung von Fördermitteln erleichtern würde. Vom Gedanken der Europahymne getragen war die Rede von Bürgermeister Mario Donadoni. In Anlehnung an den Hymnenvers „Alle Menschen werden Brüder“ brachte er die Hoffnung zum Ausdruck, dass sich die Vertragspartner als „Brüder“ erkennen mögen.

Mario Donadoni ist von Beruf Fotograf, Webdesigner und Historiker und in dieser Eigenschafft präsentiert er im Regenstaufer Rathaus gemeinsam mit zwei weiteren Fotografen Impressionen von der Adda unter dem Titel „Adda – Fluss der Menschheit – Natur, Einfallsreichtum und Schönheit einer Flusslandschaft“ sowie die Ausstellung „So ist die Gegenwart – Kloster Chiaravalle Milanese – Zeit, Gebet und Arbeit erschaffen die Landschaft.“

(Text: Georg Gahr)

Städtepartnerschaft
N. Birk/Markt Regenstauf 1. Bürgermeister Josef Schindler (links) und Bürgermeister Mario Donadoni mit den unterzeichneten Verträgen
Engagierte der Städtepartnerschaft
N. Birk/Markt Regenstauf Engagierte der Städtepartnerschaft Casirate d'Adda - Regenstauf
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