Markt Regenstauf - Landkreis Regensburg
Bebauungspläne
Flächennutzungsplan
Bauleitplanung
Stadtentwicklung
Baulandbroschüre
Bauen im Regensburger Land
Durch die Brille - Auf der Suche nach Bauland
Baureife Grundstücke in Regenstauf [...weiter]

2016

November 2016     Umbau der Ortsdurchfahrt

In Regenstauf haben verschiedene bauliche und funktionale Defizite und Mängel in den vergangenen Jahren zu einer Beeinträchtigung des Ortsbildes und der Aufenthaltsqualität in der Ortsmitte geführt. Brachen, Leerstände sowie vernachlässigte Gebäude wirken sich negativ auf das Erscheinungsbild von Regenstauf aus. Die Ortsdurchfahrt stellt zudem eine Barriere zwischen den beidseitig angrenzenden Teilen der Ortsmitte dar. Es wurde daher bei der Regierung der Oberpfalz die Aufnahme in ein Programm der Städtebauförderung beantragt.
Mit der Erstellung des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK) ab 2011, konnten die Rahmenbedingungen geschaffen werden, um bei städtebaulichen Sanierungsmaßnahmen auf die Mittel der Städtebauförderung zugreifen zu können. Da ein umfassendes Entwicklungskonzept neben den innerörtlichen auch die gesamtörtlichen Gegebenheiten analysiert, wurden in den Bürgerbeteiligungen alle Bewohner des Gemeindegebietes aufgerufen, sich an dem Konzept mit Anregungen und Ihren Ideen zu beteiligen. Stärken und Schwächen wurden zusammengetragen und in Arbeitsgruppen Lösungsansätze zur Verbesserung der Gesamtsituation diskutiert.
In der Auswertung der Bürgerbeteiligung taucht für den Bereich Ortsmitte von Regenstauf überdurchschnittlich oft der schlechte Zustand der Ortsdurchfahrt als Schwäche auf. Neben der hohen Verkehrsbelastung, der fehlenden Aufenthaltsqualität und dem schlechten Zustand der Gehsteige, wurde des Öfteren auch das Thema Barrierefreiheit und die in Teilen viel zu schmalen Nebenflächen genannt. Aufbauend auf der durchgeführten Grundlagenanalyse erarbeitete Herr Dr. Dürsch zusammen mit den Arbeitsgruppen, Maßnahmen, um die Stärken in der Ortsmitte weiter auszubauen und den Schwächen gezielt entgegen wirken zu können. Im Anschluss legten dann die Lenkungsgruppe und der Marktgemeinderat die Reihenfolge dieser Maßnahmen in einer Prioritätenliste fest.

Die Grundidee zur Verbesserung der aktuellen Situation in der Ortsmitte ist, die Dominanz des Straßenbands durch Gestaltungsmaßnahmen abzuschwächen und die Nebenflächen sowie die Aufenthaltsqualität über die Gestaltung der angrenzenden Plätze zu schaffen. Im ISEK werden für die Ortsmitte an wichtigen Stellen Querungshilfen empfohlen, um die östlich und westlich der B15 liegenden Funktionen besser miteinander zu vernetzen. Mit dem Beschluss des ISEK am 13.04.2016, durch den Marktgemeinderat, wurden mit der Suche nach einem geeigneten Planungsbüro die ersten Schritte zum Umbau der Ortsdurchfahrt mit den angrenzenden Plätzen eingeleitet. Das Büro SHL Architekten und Stadtplaner aus Weiden erhielt nach der Durchführung eines europaweiten VOF-Verfahrens den Planungsauftrag für die Umgestaltung der Ortsdurchfahrt. Neben fortlaufender Information der Fachstellen, wurde von Anfang an großer Wert darauf gelegt, die Bürger an der Planung zu beteiligen. Bereits am 02.04.2014 wurde mit dem 2. Entwicklungsforum die Planungsphase gestartet. Das daraufhin entstandene Grundkonzept der Straßenführung wurde mit dem Staatlichen Bauamt Regensburg und der Regierung der Oberpfalz laufend abgestimmt und des Öfteren in der Lenkungsgruppe und im Bau-, Umwelt-, und Verkehrsausschuss vorgestellt. Mit den neuen Plätzen am Kultur- und Mehrgenerationenhaus sowie beim Thomas Wiser Haus werden noch in 2016 die ersten beiden Teilabschnitte fertig gestellt sein.
Im nächsten Schritt sollen 2017 dann auch die Nebenflächen der Bundesstraße in Angriff genommen werden, um in einem ersten Bauabschnitt die beiden Plätze miteinander zu verbinden.
Die Straße soll eine einheitliche Breite von 6,20 Metern erhalten. An den Stellen, an denen die Straße verschmälert wird, kann dann der Gehsteig verbreitert werden. Die bis dato seitlich auf der Fahrbahn angelagerten Stellplätze sollen vollständig auf die Nebenflächen verlagert werden.

Um die Maßnahme im Programm der Städtebauförderung realisieren zu können, liefert auch das Thema Barrierefreiheit ein wichtiges Argument. Die Schaffung von Barrierefreiheit im öffentlichen Raum wird von der Bayerischen Staatsregierung für ganz Bayern gefordert. Um dies nachhaltig umsetzen zu können, wurde mit dem Beschluss des Marktgemeinderates vom 08.09.2015 ebenfalls das Büro SHL beauftragt, ein Konzept zum Thema Barrierefreiheit zu erstellen. In diesem werden der Bestand und die Mängel unter dem Aspekt der Barrierefreiheit dokumentiert und Maßnahmen zur Verbesserung vorgeschlagen. Im Zuge dieser Konzepterstellung fand eine Ortsbegehung mit betroffenen Bürgern statt, die aus ihrer Sicht viel besser auf die Schwachstellen im öffentlichen Raum aufmerksam machen konnten.
Die Ergebnisse dieser Untersuchung flossen in die Überlegungen der Planer zum Umbau der Ortsdurchfahrt mit ein. Vor allem durch die Wahl eines glatten und zugleich nicht rutschigen Natursteins können die Gehwege nicht nur für gehandicapte Menschen, sondern auch für Senioren mit Rollatoren und für Mütter mit Kinderwägen verbessert werden. Auch für Blinde wird es zur Orientierungshilfe auf den Gehwegen Tastfelder geben. Die Planung wurde auch mit dem Behindertenbeauftragten des Landkreises Regensburg fortlaufend abgestimmt.

Die Details entnehmen Sie bitte dem nachfolgendem Beitrag aus der Mittelbayerischen Zeitung.

Artikel aus der Mittelbayerischen Zeitung



Mai 2016      Einweihung Platz am Kultur- und Mehrgenerationenhaus

Am 21.05.2016, dem diesjährigen Tag der Städtebauförderung, nutze der Markt Regenstauf die Gelegenheit den neuen Platz am Kultur- und Mehrgenerationenhaus feierlich einzuweihen. Die Städtebauförderung hat das Bild von Städten und Gemeinden in den letzten Jahrzehnten entscheidend mitgeprägt. Dieses erfolgreiche Gemeinschaftsprojekt von Bund, Ländern und Kommunen ist in der Öffentlichkeit bisher aber immer noch relativ wenig bekannt. Ein bundesweiter Aktionstag wie der „Tag der Städtebauförderung“ soll hier Abhilfe schaffen und die Städtebauförderung als ein erfolgreiches Instrument der Stadt- und Gebietsentwicklung stärker in die Öffentlichkeit bringen.

Unter Begleitung der Regenstaufer Musikanten dankten sowohl der 2. Bürgermeister Herr Dechant sowie Herr Dr. Lehner vom Planungsbüro SHL Architekten und Stadtplaner in Ihren Grußworten allen, die an der Maßnahme beteiligt waren. Dabei ging ein besonderer Dank an die Mitglieder des Marktgemeinderates, die Lenkungsgruppe und an die Bürgerinnen und Bürger von Regenstauf. Nur durch die gute Zusammenarbeit konnte dieses Projekt im Rahmen der Städtebauförderung so positiv umgesetzt werden. Von den Gesamtkosten der Maßnahme werden 60 % aus Bundes- und Landesmitteln getragen.

Bei der Vorstellung der Maßnahme wurde vor allem hervorgehoben, dass neben dem Hauptziel, die an die Ortsdurchfahrt angegliederten Plätze attraktiv zu gestalten, auch das Nebenziel das Kultur- und Mehrgenerationenhaus über die Rampen barrierefrei zu erschließen, voll und ganz erfüllt wurde. Durch die Bepflanzung und die Ausstattung mit Sitzgelegenheiten entstand eine Parksituation, die einem Schlosspark ähnelt und optisch eine Verbindung zwischen der Ortsmitte und dem Schlossberg schafft.

Die genaueren Details zur Einweihungsfeier entnehmen Sie bitte dem nachfolgendem Beitrag aus der Mittelbayerischen Zeitung.
 
Artikel aus der Mittelbayerischen Zeitung vom 23.05.2016

Nach der Fertigstellung des neuen Platzes soll auch dem Kulturhaus ein neuer Farbanstrich gegeben werden. Die Wichtigkeit des Gebäudes sollte durch einen etwas kräftigeren Farbton hervorgehoben werden. Die gezeigten Farbvorschläge des Büros SHL sollen als mögliche Alternativen diskutiert werden, um von den Bürgern ein Meinungsbild zu erhalten.
Es soll an dieser Stelle noch gar nicht um das Festlegen eines Farbtons gehen. Dies kann anhand eines Ausdruckes auch gar nicht stattfinden. Es soll lediglich eine Richtung weisen, die daraufhin zusammen mit der Lenkungsgruppe, dem Marktgemeinderat und den Denkmalschutzbehörden weiter verfolgt wird. Anschließend muss dann sowieso anhand von Farbmustern, die am Gebäude angebracht werden, entschieden werden. 

Unter dem nachfolgendem Link finden Sie die möglichen Farbtöne. 
 
Farbmuster Kulturhaus

 

 April 2016      Platz am Thomas Wiser Haus

Ab Mai 2016 beginnen die Bauarbeiten beim Platz am Thomas Wiser Haus. Als zweiter Bauabschnitt aus dem Konzept der Platzfolgen wird mit der vom Büro SHL Architekten und Stadtplaner entwickelten Platzgestaltung begonnen. Der bis dato abgetrennte, private Vorplatz wird für die Öffentlichkeit zugängig gemacht. Durch neuen Natursteinbelag, Sitzgelegenheiten, einem Wasserlauf sowie attraktiver Bepflanzung verbessert sich die Aufenthaltsqualität in der Ortsmitte um ein weiteres Fragment. Daneben bleibt aber auch Raum für private und öffentliche Stellplatznutzung.
Da in Kürze auch das Gebäude Hauptstraße 19 einen Anbau erhalten und saniert werden soll, wird im Zuge der Maßnahme bereits das angrenzende Gebäude Hauptstraße 17 abgebrochen werden.
Im nächsten Schritt wird man sich dann über die Erschließungssituation Gedanken machen, da es sinnvoll wäre das Gebäude über den Anbau von der Seite des neuen Platzes zu erschließen.


Februar 2016       Hauptstraße 19 ehemaliges Menath-Gebäude

Bei dem Denkmal Hauptstraße 19 handelt es sich um ein ortsbildprägendes Gebäude in der Ortsmitte von Regenstauf. Das zweigeschossige Wohn- und Geschäftshaus steht mittlerweile seit einigen Jahren leer. Im sogenannten Menath-Gebäude waren im Erdgeschoss in den letzten Jahrzehnten die unterschiedlichsten Nutzungen ansässig. Die Räumlichkeiten wurden von den jeweiligen Eigentümern als Konditorei, als Café, als Lebensmittelgeschäft, als Friseurgeschäft und auch als Zahnarztpraxis genutzt. In den oberen Geschossen befand sich der Wohnraum für die Eigentümer.
Am auffälligsten an der verzierten Außenfassade sind die über den Fenstern angebrachten Stuckornamente und Bienenkörbe, die aus der Zeit stammen in der im Gebäude Lebkuchen mit Honig gebacken wurden.

Der Markt Regenstauf hat sich nun dazu entschlossen das leerstehende Haus zu kaufen und zu sanieren. Am Gebäude besteht erheblicher Sanierungsbedarf; es muss daher aufwendig instand gesetzt und modernisiert werden. Da es in die Denkmalliste eingetragen ist, musste man davon ausgehen, dass es sehr schwer sein würde und vor allem lang gedauert hätte, bis das Gebäude von einer Privatperson gekauft und fachgerecht saniert worden wäre.
Da mit dem Platz am Thomas Wiser Haus und dem Abbruch des Anwesens Hauptstraße 17 im direkten Umfeld eine städtebauliche Entwicklung statt findet, hat es sich angeboten das Gebäude in ein Gesamtkonzept zu integrieren. Um dem Gebäude eine nachhaltige öffentliche Nutzung zuzuführen, wird es höchstwahrscheinlich im Rahmen der Sanierung notwendig sein dieses durch einen Anbau zu erweitern. Der Anbau sollte sich dann aber ganz klar von der historischen Bauweise des Denkmals abgrenzen und sollte eher modern gestaltet werden. Ein Architekturbüro wird sich zu gegebener Zeit zur Neugestaltung Gedanken machen. Eine Arbeitsgruppe wird zeitgleich zusammen mit der Verwaltung ein Nutzungskonzept für das Gebäude und die einzelnen Räumlichkeiten erstellen. Gedacht wird momentan an ein Gebäude wo Ortsheimatpflege erlebt werden kann. Neben Ausstellungsflächen könnten auch Büros und Räume für Archivzwecke geschaffen werden.

Bei der Sanierung von Denkmälern ist es immer zwingend notwendig die Untere Denkmalschutzbehörde sowie das Landesamt für Denkmalpflege einzuschalten. Nach einer Besichtigung des Gebäudes mit den besagten Fachstellen verständigte man auf ein Vorgehen, welches die denkmalpflegerischen Ansprüche bei einer Sanierung erfüllt. Zur Grundlagenbestimmung werden daher eine bauhistorische Untersuchung mit zeitlicher Datierung des Dachstuhls, ein verformungsgerechtes Aufmaß sowie Putzuntersuchungen durch einen Restaurator in Auftrag gegeben. Das Landesamt für Denkmalpflege beteiligt sich mit fünfzig Prozent an den Kosten der Untersuchungen. Sobald die erhobenen Daten ausgewertet sind, wird das Architekturbüro tiefer in die Planung einsteigen.

 

 

 

 

Logo 'Leben findet innen stadt.de'

 

Gefördert durch BMVBS

 

Bayerisches Staatswappen

 www.lebenfindetinnenstadt.de

AnschriftMarkt Regenstauf

Bahnhofstr. 15
93128 Regenstauf
Telefon 09402 / 509 - 0
Fax 09402 / 509 - 50
Internet www.regenstauf.de
E-Mail aktiveszentrum@regenstauf.de
Öffnungszeiten Montag 08.00 - 12.00 Uhr
Dienstag 08.00 - 12.00 Uhr und 14.00 - 16.00 Uhr
Mittwoch 08.00 - 12.00 Uhr
Donnerstag 13.30 - 17.30 Uhr
Freitag 08.00 - 12.00 Uhr