Kommunale Wärmeplanung des Marktes Regenstauf
Bekanntmachung Kommunale Wärmeplanung des Marktes Regenstauf
Beteiligung der Öffentlichkeit
Der Markt Regenstauf hat den Entwurf einer Wärmeplanung einschließlich einer voraussichtlichen Gebietseinteilung erstellt. Der Planungsentwurf mit den Ergebnissen der Bestands- und Potenzialanalyse sowie dem Entwurf des Zielszenarios und der voraussichtlichen Wärmeversorgungsgebiete stehen hier zum Download zur Verfügung.
Kommunale Wärmeplanung des Marktes Regenstauf (Stand Dezember 2025)
Zusätzlich zur Veröffentlichung im Internet werden als andere leicht zu erreichende Zugangsmöglichkeit in der Zeit vom 02.01.2026 bis einschließlich 02.02.2026 der Berichtsentwurf und die dazugehörigen Planunterlagen im Rathaus Regenstauf, Bahnhofstraße 15, 93128 Regenstauf, im Bauamt, 1. OG, auf dem Gang zwischen Zimmer 37 und 38 am Montag, Dienstag, Mittwoch von 8.00 bis 12.00 Uhr und am Dienstag von 14.00 bis 16.00 Uhr, Donnerstag von 13.30 bis 17.30 Uhr und Freitag von 8.00 bis 12.00 Uhr öffentlich ausgelegt. In besonderen Fällen können unter Rufnummer 09402/509-94 auch andere Termine vereinbart werden.
Während der Dauer der Auslegungsfrist können Stellungnahmen vorgebracht werden. Stellungnahmen sollen während dieser Frist elektronisch an klimaschutz@regenstauf.de und bei Bedarf in Textform an den Markt Regenstauf, Bahnhofstraße 15, 93128 Regenstauf oder während der Dienststunden zur Niederschrift abgegeben werden. Nicht fristgerecht abgegebene Stellungnahmen können bei der Beschlussfassung über die Kommunale Wärmeplanung unberücksichtigt bleiben, wenn die Gemeinde den Inhalt nicht kannte.
Datenschutz:
Die Verarbeitung personenbezogener Daten erfolgt auf der Grundlage der Art. 6 Abs. 1 Buchst. e DSGVO. Sofern Sie Ihre Stellungnahme ohne Absenderangaben abgeben, erhalten Sie keine Mitteilung über das Ergebnis der Prüfung.
Ergebnisse der Bestands- und Potenzialanalyse sowie Entwurf der Gebietseinteilung für Wärmeversorungsgebiete (Stand November 2025)
Bei der Infoveranstaltung am 27. November 2025 wurden die Ergebnisse der Bestands- und Potenzialanalyse sowie der Entwurf der Gebietseinteilung für Wärmeversorungsgebiete allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern vorgestellt. Finden Sie die Zusammenfassung der Ergebisse in der Präsentation, die Ihen hier zu download zur Verfügung gestellt wird.
Die Untersuchungen für Regenstauf zeigen, dass es hohe Potenziale bei der Wärmeversorgung mit Solarthermie und Umweltwärme gibt, ein mittleres Potenzial bei der Versorgung durch oberflächennahe Geothermie, Holz und Flusswasserwärme und - zumindest derzeit - geringe Potenziale für eine Wärmeversorgung mit Wasserstoff oder durch eine weitere Biogasanlage.
Den Kern der Wärmeplanung stellt die Gebietseinteilung der Wärmeversorgungsgebiete dar. Diese zeigt für jedes Siedlungsgebiet an, ob es sich künftig für ein Wärmenetz eignen könnte. Denn Wärmenetze sind nicht überall sinnvoll. Nur in dicht bebauten Gebieten mit hohem Wärmeverbrauch lassen sich zentrale Wärmenetze wirtschaftlich und günstig realisieren. Außerdem sind Großverbraucher als Ankerkunden und eine verfügbare Fläche für eine Heizzentrale entscheidend für ein Gelingen eines Wärmenetzes. So wurde ein Plan entwickelt, der aufzeigt, für welche Gebiete Wärmenetzlösungen in den nächsten Jahren weiter ins Auge gefasst werden können und für welche Gebiete dezentrale Heizsysteme wie z.B. Wärmepumpe, Pelletheizung, Solarthermie, Hybridlösungen oder auch Nachbarschaftslösungen mit z.B. einer Hackschnitzelheizung die günstigere Lösung darstellt. Wie die Abbildung „Gebietseinteilung“ zeigt, trifft letzteres für die meisten Bereiche im Gemeindegebiet zu (blaue Gebiete). In den rot schraffierten Bereichen hat der Markt Regenstauf bereits eine Machbarkeitsstudie und erste Planungsentwürfe in Auftrag gegeben. In grünen Gebieten sind Wärmenetze mit hoher Wahrscheinlichkeit geeignet. Dazu sollen in den nächsten Jahren weitere Machbarkeitsstudien folgen. Beim Prüfgebiet lässt sich aus heutiger Sicht noch keine klare Aussage treffen. Eine Wärmenetzlösung könnte dann möglich sein, sofern im südlich gelegenen Gebiet der Wärmenetzausbau umgesetzt wird. Eine erneute Überprüfung wird in der Fortschreibung der Wärmeplanung in 5 Jahren erfolgen. Um den Fahrplan konsequent voranzutreiben sind Maßnahmen definiert, wie Sanierungen oder Erneuerungen von Heizanlagen in gemeindlichen Liegenschaften, das Bereitstellen von Beratungsangeboten und die Fortsetzung von Wärmenetzplanungen.
Vier Schritte zur Kommunalen Wärmeplanung
Eignungsprüfung / Bestandsanalyse
Bei der Bestandsanalyse werden der aktuelle Wärmebedarf, der Verbrauch und die damit einhergehenden Treibhausgasemissionen erhoben. Diese Daten werden unter Berücksichtigung von Gebäudetypen, Baualtersklassen sowie Versorgungsstrukturen aus Gas- und Wärmenetzen, Heizzentralen und Speichern erfasst. Außerdem werden Beheizungsstrukturen von Gebäuden ermittelt.
Potenzialanalyse
Die Potenzialanalyse zeigt Möglichkeiten zur Reduktion des Wärmebedarfs auf. Zudem werden lokale Potenziale erneuerbarer Energien und Abwärmepotenziale ermittelt.
Zielszenario
Das Zielszenario basiert auf den Ergebnissen der Bestands- und der Potentialanalyse. Dieses soll aufzeigen, wie der zukünftige Wärmebedarf durch erneuerbare Energien gedeckt werden kann, um eine klimaneutrale Wärmeversorgung zu erreichen. Hierbei wird eine räumlich detaillierte Beschreibung der benötigten Versorgungsstruktur im Jahr 2040 erstellt, inklusive eines Zwischenziels für 2030. Dies erfolgt durch die Identifikation geeigneter Bereiche für Wärmenetze und Einzelversorgung.
Umsetzungsstrategie und Maßnahmen
Auf Grundlage des Zielszenarios wird ein Fahrplan zur Umsetzung des kommunalen Wärmeplans formuliert. Dabei werden konkrete Maßnahmen, Prioritäten und ein Zeitplan für die kommenden Jahre ausgearbeitet. Es werden konkrete Ziele zur erforderlichen Energieeinsparung und zum Aufbau der künftigen Energieversorgungsstruktur gesetzt.
Förderprogramm der Nationalen Klimaschutzinitiative
Das Projekt wird gefördert aus den Mitteln der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz:
Förderkennzeichen 67K27155 l Laufzeit 12 Monate.
Die nationale Klimaschutzinitiative
Mit der nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert die Bundesregierung seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zu Senkung der Treibhaugasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Förderprogrammen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.